

Zum 1050-igsten Mal jährt sich die
Reichversammlung, die König Otto I. in Langenzenn/Bayern im Jahr
954 n. Chr. abgehalten hat. In dieser werden die Verschwörer -
sein Sohn Liudolf, sein Schwiegersohn Konrad von Lothringen und der
Erzbischof Friedrich von Mainz - zur Rechenschaft gezogen.
Die Stadt Langenzenn und ihre Bürgerinnen und Bürger gedenken
dieses Ereignisses durch eine 10-tägige Veranstaltungsreihe im
Juni 2004 mit einem historischem Spektakel und einem mittelalterlichen
Markt.

Ottos I. machtvollen Klage auf diesem Reichstag mag zeigen, wie tief er
betroffen war vom bevorstehenden Zusammenbruch seines Lebenswerkes:
"Ich wollte es ertragen, wenn der Groll meines Sohnes und der
übrigen Verschwörer nur mich alleine peinigte und nicht das
ganze Volk der Christenheit in Verwirrung brächte, wenn nicht die
Feinde Gottes und der Menschen [die Ungarn] in diese Händel
hineingezogen würden. Eben jetzt haben sie mein Reich
verödet, das Volk gefangen oder getötet, die Städte
zerstört, die Kirchen verbrannt, die Priester erwügt. Welche
Freveltat, welche Treulosigkeit noch möglich sei, vermag ich nicht
auszudenken."