
Ein sonniger Tag bricht an in Cenna. Auf dem Marktplatz zimmern ein paar Bauern an einem Gerüst. Vago, ein "Fahrender" beobachtet und spielt auf seiner Flöte, einige Frauen kommentieren das Geschehen. Cenna rüstet sich für den Besuch König Ottos I. mit seinem Gefolge. Eine Reichsversammlung wurde einberufen; es soll ein Tag der Abrechnung mit seinem Sohn Liudolf, dem Schwiegersohn Konrad und dem Erzbischof Friedrich von Mainz werden. Doch die Cenner haben andere Sorgen: Es droht ein Überfall der Hungerer (plündernde ungarische Truppen) auf die Ortschaften. Auch der soziale Frieden im Dorf ist durcheinander geraten; Ropak, Ziehsohn des Schultheissen, im Stand eines Hörigen, hat sich als Frau seines Herzens ausgerechnet Gerhildis, die Tochter des Vogts, auserkoren. Die Empörung ist groß - die "gottgewollte" Ordnung muss wieder hergestellt werden. Ropak, Gerhildis und Vago beschließen den Kampf mit Gerhildis Vater aufzunehmen und nach Horsadal zur Burg des Königs zu gehen, um eine Heiratserlaubnis zu erbitten. Doch da überschlagen sich die Ereignisse: Keidenzell wurde bereits von den Hungerern niedergebrannt und sie befinden sich auf dem Anmarsch nach Cenna. Entsetzen und Angst macht sich breit. Doch, schon ertönen Fanfarenklänge - der König kommt. Die Reichsversammlung, in deren Verlauf sich fast alles klärt, kann beginnen. |
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![]() | Die ursprüngliche Fassung von Bernhard Sengfelder hielt sich relativ streng an die historischen Gegebenheiten. Durch eine Überarbeitung des Originals eröffnen sich nun der Regisseurin weitere Möglichkeiten das Stück frischer und fantasievoller zu inszenieren. |