Das erste Hans Sachs-Stück wurde am 7. 12. 1963 anlässlich eines Besuchs von Grete Schickedanz, auf Initiative von Rektor Schmidt, im Rahmen einer Veranstaltung des Heimatvereins, aufgeführt. Gespielt wurde "Das Kälberbrüten" unter der Regie von Leo Schuh. Leo spielte den Bauern, seine Ehefrau Lotte die Bäuerin und Anton Klier den Pfarrer. Am 27. 12. 1964 kam "Der tote Mann" zur Aufführung, mit Leo als Mann, Lotte als Frau, Erna Eberlein als Nachbarin und Rudi Ulrich als Nachbar, ebenso wie am 7. 6. 1965 auf dem Dillenberg. In den darauffolgenden Jahren organisierten Rektor Schmidt und Leo Schuh weitere Hans Sachs-Aufführungen für den Heimatverein.
Ab 1970 wurden die Hans Sachs-Stücke, unter der Regie von Leo Schuh, fester Bestandteil eines "Sing- und Spielabends" des Sängerkranzes Langenzenn, der bis heute alle zwei Jahre im Klosterhof stattfindet. Durch den ständig anwachsenden Fundus an Requisiten, Kostümen, Fahrzeugen aus alter Zeit etc. wuchsen auch die Unterbringungsschwierigkeiten, und wir entschlossen uns 1996 zum Kauf unseres jetzigen Domizils, der Hans Sachs-Scheune in Laubendorf. Damit einhergehend ließ sich der mittlerweile feste Spielerstamm als "Hans-Sachs-Spielgruppe Sängerkranz Langenzenn e.V." ins Vereinsregister eintragen. Aufgrund des regen Publikumszuspruchs spielen wir seitdem alljährlich jeweils drei Hans-Sachsstücke, unter der Regie von Leo Schuh, an drei Aufführungstagen im Langenzenner Klosterhof.
Als Höhepunkt der 1050-Jahrfeier von Langenzenn brachte unsere Hans-Sachs-Spielgruppe 2004 das historisch fundierte "Langenzenner Kaiserspiel", unter der Regie von Gabi Küffner, auf dem Marktplatz, eingebettet in einen Mittelaltermarkt, zu einer spektakulären Aufführung. Für nähere Informationen kann man sich die damalige Website noch anschauen.
Ermutigt durch diese erfolgreiche Veranstaltung, wagten wir uns zwei Jahre später, zu unserem 10jährigen Vereinsjubiläum, wieder an eine besondere Theateraufführung auf dem inzwischen neugestalteten Marktplatz: den "Langenzenner Jedermann", eine fränkische Neufassung des "Jedermann" (Hugo von Hofmannsthal) von Dr. Rudolf Kelchner, unter der bewährten Regie von Gabi Küffner. Auf Wunsch von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, zogen wir anlässlich der Fürther 1000 Jahrfeier mit unserem Jedermann in den dortigen Rathausinnenhof und erlebten dort mit einem begeisterten Publikum drei wunderbare Aufführungen, die im Sommer 2008 an gleicher Stelle wiederholt werden sollen.
Neben den Theateraufführungen in Langenzenn nehmen wir Teil an Kirchweihumzügen, Theateraufführungen im Freilandmuseum von Bad Windsheim und diversen Langenzenner Festen. Wir sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Mundart-Theater Franken e. V.
Seit 1997 veranstalten wir alljährlich die Sonnwendfeier beim Langenzenner Schwanenweiher und seit 2000 auch eine Silvesterfeier auf dem Marktplatz.
Darüber hinaus haben 2007 Vereinsmitglieder ein vom Abriss bedrohtes historisches Backhaus in Oberreichenbach abgebaut und eingelagert. 2008 werden wir es in Abstimmung mit dem Landratsamt Fürth, der Stadt Langenzenn und dem Denkmalamt auf dem Westvorplatz der Langenzenner Klosterkirche wieder originalgetreu errichten. Damit möchten wir das traditionelle Brotbacken in Langenzenn wieder aufleben lassen.
Unser Verein besteht zur Zeit aus etwa 160 meist höchst aktiven Mitgliedern.


